GbR-Gründung

Gesellschaft bürgerlichen Rechts

Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) ist im BGB geregelt. Sie ist die Urform einer jeden Personengesellschaft.

 

Der Zweck der Gründung muß nicht ein wirtschaftlicher sein, auch private Interessen können zur Gründung berechtigen, sofern der Zweck der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) durch vermögenswerte Leistungen der Gesellschafter gefördert werden ann.

 

Die Errichtung ist durch formlosen Vertrag möglich. Mit Abschluss eines Gesellschaftsvertrages ist die Gesellschaft errichtet. Außenwirkung entfaltet sie jedoch erst mit ihrem Tätigwerden.

 

Wichtig ist, dass zur Geschäftsführung alle Gesellschafter der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gemeinschaftlich berechtigt sind. Für jedes Geschäft ist daher die Zustimmung aller Gesellschafter erforderlich.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft kann einem oder mehreren Gesellschaftern übertragen werden. In diesem Fall sind die weiteren Gesellschafter von der Geschäftsführung ausgeschlossen.

 

Eine Gewinnverteilung bei der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) erfolgt nach Rechnungsabschluss am Ende eines Geschäftsjahres.

Regelt der Gesellschafter nicht, wie Gewinn und Verlust zu verteilen ist, dann erfolgt die Verteilung am Gewinn und Verlust zu gleichen Anteilen. Dies ist oft unbefriedigend. Die Regelung kann im Gesellschaftsvertrag modifiziert werden.

 

Im Gesellschaftsvertrag kann auch von weiteren gesetzlichen Bestimmungen abgewichen werden.

 

So etwa:

 

  • Vorwegvergütung für tätige Mitarbeit
  • Verzinsung des Kapitals
  • Beendigungsregelungen und Ausschluss von Gesellschaftern
  • Beendigung durch Zweckerledigung
  • Einleitung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen eines Gesellschafters
  • Der Gesellschaftsvertrag kann regeln, dass die Gesellschaft auch bei Ausscheiden eines Gesellschafters mit den übrigen fortgesetzt wird.

Bei Beendigung oder Auflösung der Gesellschaft sind zunächst die Gesellschaftsschulden zu bezahlen. Reicht dieses nicht aus, um sämtliche Verbindlichkeiten der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) zu erfüllen, so haften die Gesellschafter für den Rest im Verhältnis nach dem sie den Verlust zu tragen haben. Wichtig zu wissen ist, dass die übrigen Gesellschafter nach dem gleichen Verhältnis haften, sofern ein Gesellschafter ausfällt.

 

Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) ist rechtsfähig, dass heißt sie ist selbst Trägerin von Rechten und Pflichten. Sie kann klagen und verklagt werden. Sie kann sich auch als Gesellschafter an eine Kapitalgesellschaft beispielsweise einer GmbH beteiligen. Ansprüche von Gläubigern einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) richten sich stets gegen die Gesellschaft selbst. Jedoch haften die Gesellschafter den Gläubigern der Gesellschaft persönlich und unbeschränkt. Scheidet ein Gesellschafter aus, so haftet er für die bis dahin entstandenen Schulden entsprechend weiter (Nachhaftung). Auch der Neugesellschafter haftet für Verbindlichkeiten die vor seinem Eintritt begründet wurden. Es gibt jedoch Ausnahmen; dies unter dem Gesichtspunkt des Vertrauenschutzes.

 

Sie kann jedoch nicht ins Handelsregister eingetragen werden. Sie hat keine Firma, sondern wird durch die Namen ihrer Gesellschafter bezeichnet.

 

Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) ist daher zu Recht eine glaubwürdige Alternative zu den weiteren gängigen Gesellschaftsformen, ihr kommt trotz fehlender Eintragung und Transparenz immer mehr Bedeutung zu.

 

Dennoch gibt es auch hier viel zu beachten, damit Sie keine Überraschungen erleben, sind wir Ihnen gern bei der stillen Gesellschaftsbeteiligung behilflich zu sein und Sie zu unterstützen.


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